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16.09.2019
FW- Bürgermeisterkandidatin Birgit Ruder besuchte Schulleiter Hans-Peter Eurich in der PFH
Bürgermeisterkandidatin Birgit Ruder freute sich, PFH-Schulleiter Hans-Peter Eurich persönlich kennenzulernen, nachdem sie schon viel über ihn und die Private Fachakademie für Heilpädagogik sowohl von Pfarrer Grötzner als auch von Norbert Clausen, dem Leiter des Walburgisheims gehört hatte.
In der PFH gibt es 4 Bereiche:
1) An der Fachakademie für Sozialpädagogik werden staatlich anerkannte Erzieher und staatlich geprüfte Kindererzieher ausgebildet.
2) Die Fachakademie für Heilpädagogik ist eine von acht in Bayern. Sie bildet staatlich anerkannte Heilpädagogen aus.
3) Die Praxis für Lerntherapie hilft Kindern und Jugendlichen mit Lernschwierigkeiten. Ziel ist, dass die Kinder und Jugendlichen wieder Spaß am und beim Lernen haben.
4) Die Akademie für Weiterbildung bietet Fortbildungsveranstaltungen und Fortbildungsreihen zu sozial- und heilpädagogischen Themen sowie zur beruflichen Qualifizierung.
Alles in allem ist es beeindruckend, was die PFH in Feucht zu bieten hat. Nicht nur die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten haben Birgit Ruder beeindruckt, sondern auch die Kooperation mit dem Kinderhaus Lieblingsplatz in der Sternstraße. Hier besteht die Möglichkeit, den Unterricht in die Realität zu verlegen. Im Walburgisheim in Feucht können die Erzieher und Heilpädagogen während ihrer Ausbildung z.B. alle 3 Praktika absolvieren: In der Kinderkrippe, im Kindergarten und stationär. Birgit Ruder möchte mehr Schulabgänger für die Möglichkeiten der Ausbildung in Feucht begeistern. Schüler, die einen Hauptschulabschluss haben, können an einer Berufsfachschule (BFS) für Kinderpflege neben dem Abschluss als „Staatlich geprüfter Kinderpfleger“ auch den mittleren Schulabschluss erwerben. Damit können sie an der PFH ihre Ausbildung machen. Nach weiteren 4 Jahren haben sie nicht nur 2 Berufsabschlüsse, sondern sie erhalten auch die Hochschulreife. Unser vielfältiges Schulwesen hat für jeden einen passgenauen Weg für die individuelle Entwicklung – bei einem starken Wahlrecht der Eltern. Die Sonderpädagogik unterstützt die Familien mit ihrem vielfältigen Angebot von der frühen Förderung im Vorschulalter bis hin zur beruflichen Ausbildung. An der Grundschule Feucht gibt eine halbe Heilpädagogen-Stelle, die vom Markt Feucht in Kooperation mit der PFH besetzt ist. Damit trägt der Markt Feucht eine anerkennenswerte freiwillige Leistung. Heilpädagogische Maßnahmen stabilisieren die Kinder und sie helfen überforderten Lehrern, die fast in jeder Klasse 2-3 Kinder mit Förderbedarf haben. Zugleich sorgen sie dafür, dass diese Kinder im gewohnten Umfeld verbleiben können. In Bayern gibt es eine bedeutende Zahl von Kindern und Jugendlichen mit massiven Problemen im sozial-emotionalen Bereich. Birgit Ruder ist überzeugt davon, dass man hier ein Pilotprojekt zusammen mit dem Bildungsministerium starten könnte, um an einem „best praxis“- Beispiel zu zeigen, dass Kommunen entlastet werden können und diese Kinder die Chance auf eine „bessere“ Zukunft bekommen. Außerdem würde auch der Staat entlastet, da die Förderschule ca. 3 ½ mal so viel kostet wie die Regelschule. „Hier sollten wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, denn die Kinder sind unsere Zukunft“, sagt Birgit Ruder.